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Herbert Franz erweist sich als ein Künstler, der ein ganz eigenes ausdrucksstarkes Verhältnis zur Landschaft hat. Anregung für seine expressiven, die Erscheinungsform der Dinge komprimierenden Pinselzeichnungen boten ihm die italienischen Städte in ihrer klaren architektonischen Gliederung und den großartig strengen Monumenten der Früh- und Hochrenaissance. Dabei interessiert ihn nicht die Totale sondern er entdeckt ungewöhnliche Aspekte die sich dann überraschend vor dem Betrachter auftun:
Lichtdurchflutete, weit nach hinten sich öffnende Arkaden, groß angelegte, die Bildfläche ausspannende Bögen, die einen Blick in das Innere freigeben, dabei einen spannungsvollen Bezug zwischen Dunkelheit und Lichtblick schaffen.
Immer sind es vom Menschen gesetzte Zeichen die einen unmittelbaren Kulturbezug haben, mit lapidaren, schnörkellos vereinfachenden, aber gerade dadurch verdichteten Pinselstrichen auf die Fläche gebannt, die sich nun wirkungsvoll in ihrer künstlerischen Intensität dem Betrachter offenbaren.
Doch auch die Naturlandschaft fesselt ihn: Ihre steil aufragenden Felsen und Bergabhänge und die ins Bizarre gesteigerten Vegetationsformen. All diese Arbeiten entstehen im Atelier. Auf Reisen öffnet sich Herbert Franz jener ihn berührenden Fülle von Eindrücken, nimmt sie in sich auf, hält wesentliche Impressionen im Skizzenbuch fest, ergänzt seine Erinnerungen durch Fotos.
Erst wenn sich die Fülle der Eindrücke und Erlebnisse im Unterbewusstsein, im optischen Gedächtnis oder in jener nicht zu benennenden Wesensmitte verdichtet haben kann er sie aus sich heraussetzen und mit Hilfe des gesammelten Materials auf die Fläche bannen. |